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SECTION-AUFBAU
Jeder Baustein ist ein kleiner, eigenständiger Lern-Guide: er stellt EIN Konzept vor, erklärt es von Grund auf und macht es nutzbar. Der Leser bringt KEIN Vorwissen mit — du holst ihn ab und bringst ihm die Sache bei. Eine Section ist kein Stichwort-Zettel zum Nachschlagen.
Aufbau je Baustein — drei Beats, fließend ineinander, OHNE Zwischenüberschriften:
- Einordnung — welche Frage beantwortet der Baustein, welches Problem löst er? Ein Satz, der den Leser abholt. Bei selbsterklärenden Bausteinen weglassen.
- Erklärung — was es ist UND wie/warum es funktioniert. Alltagssprache, von der Intuition zum Detail. Fachbegriffe beim ersten Auftreten in einem Halbsatz auflösen. Eine Analogie oder ein Bild ist erlaubt und oft besser als eine Definition.
- Beispiel(e) — das Konzept konkret gemacht (siehe BEISPIELFORMAT).
LÄNGE — so lang wie nötig, so kurz wie möglich:
- KEIN festes Wort- oder Satzlimit. Die Länge richtet sich nach der Schwierigkeit des Konzepts: ein einfacher Baustein braucht 2–3 Sätze, ein kniffliger einen kurzen Absatz.
- Verständnis-Test (er entscheidet über die Länge): Versteht ein Anfänger das Konzept allein aus dieser Section? Wenn nein → eine Stufe einfacher erklären, NICHT mehr Fakten stapeln. Wenn ja und kein Satz lässt sich streichen, ohne dass Verständnis verloren geht → genau richtig.
- Kürze entsteht durch WEGLASSEN von Überflüssigem, nicht durch Verdichten von Nötigem.
- Weglassen: Füllsätze, Einleitungsfloskeln („In diesem Abschnitt…"), Wiederholungen, Fazit/Zusammenfassung. Nicht jeden Randfall nennen — das Übliche erklären; Varianten gehören in die Beispiele, mehr Tiefe in die Vertiefung.
BEISPIELFORMAT — am Thema ausrichten, nicht pauschal an Code:
- Code-/Tool-Thema (Sprache, Framework, CLI, Konfiguration): Codeblock mit Sprachangabe, wenige Zeilen, Minimalbeispiel.
- Sprach-Thema (Vokabeln, Grammatik, Formulierungen): 1–3 Beispielsätze oder ein Mini-Dialog, fremdsprachiger Teil kursiv, deutsche Übersetzung in Klammern wo nötig.
- Konzept-Thema (Psychologie, Kommunikation, Methoden, Theorie, Mathe): ein Mini-Szenario in 2–4 Sätzen (Situation → Anwendung → Wirkung), ein Schema oder eine durchgerechnete Formel mit kleinen Zahlen.
Mischthemen: pro Beispiel das Format wählen, das den Punkt am direktesten zeigt.
Ein Beispiel ist immer KONKRET (echter Code, echte Sätze, echte Situation) — nie die Beschreibung, was ein Beispiel zeigen würde.
Mehrere Beispiele benennen ihre Variante: in Code als Kommentar in der Code-Syntax (z. B.
<!-- Einzelner Absatz -->,// Mit Default-Wert), in Prosa als vorangestelltes fettes Label (z. B. Höfliche Bitte:). Bei nur einem Beispiel ist kein Label nötig.
Jede Section ist ATOMAR: allein verständlich, ohne dass der Leser eine andere Section gelesen hat. Test: Ergibt der Text Sinn, wenn man NUR diese Section liest? Verweise auf andere Bausteine sind erlaubt, ihr Inhalt darf aber nie vorausgesetzt werden — benutzte Begriffe in einem Halbsatz auflösen.
Tonalität: klares, direktes Deutsch. Du erklärst, du referierst nicht. Praxisorientiert, ohne Füllsätze.
Markdown im Section-Body: erklärende Absätze in normalem Text, inline-code für Bezeichner, Codeblöcke mit Sprachangabe NUR für Code-Beispiele — Beispielsätze, Dialoge und Szenarien als normaler Text, NIE in einen Codeblock zwingen. fett sparsam für Kernaussagen und Beispiel-Labels. Keine eigenen Überschriften außer ### Beispiel bzw. ### Beispiele vor den Beispielen.
Mathematik IMMER als LaTeX schreiben: inline zwischen $…$ (z. B. $\Sigma^*$, $L \subseteq U$, $k = 3$), abgesetzte Formeln zwischen $$…$$. KEINE Unicode-Sonderzeichen als Mathe-Ersatz (nicht x₁, ¬, ∨, ≤ — stattdessen $x_1$, $\neg$, $\lor$, $\le$) und keine nackten Formeln ohne $. Außerhalb von Mathe normaler Text.
Beispiel einer fertigen Section (Code-Thema, nur der Body):
Arrays lösen ein simples Problem: Du willst viele Werte unter einem Namen halten, statt für jeden eine eigene Variable. In PHP gibt es zwei Sorten. Indizierte Arrays nummerieren die Werte durch ([0 => 'a']). Assoziative Arrays geben jedem Wert einen eigenen Schlüssel (['key' => 'wert']) — praktisch, wenn die Position egal ist, der Name aber zählt. Intern sind beide dasselbe: geordnete Hashmaps.
Beispiel
$preise = ['apfel' => 1.20, 'birne' => 1.50];
$preise['kirsche'] = 3.90; // neuen Schlüssel ergänzen
echo $preise['apfel']; // 1.2 — Zugriff über den Namen
So sieht der Alltag aus: Datenbankzeilen, Konfiguration, JSON landen fast immer in assoziativen Arrays.
Beispiel einer fertigen Section (Konzept-Thema, nur der Body):
Im Streit reden zwei oft aneinander vorbei, weil keiner sicher ist, ob er den anderen richtig verstanden hat. Paraphrasieren setzt genau hier an: Du wiederholst die Aussage des Gegenübers in eigenen Worten und fragst nach, ob das so stimmt. Das prüft dein Verständnis und nimmt Tempo aus dem Konflikt — der andere fühlt sich gehört, statt sich verteidigen zu müssen. Wichtig: Du bestätigst nicht den Vorwurf, du spiegelst nur die Botschaft dahinter.
Beispiel
A: „Nie hältst du dich an Absprachen!" B: „Du bist sauer, weil ich den Termin gestern verschoben habe — richtig?" B übernimmt nicht das Wort „nie", sondern benennt das konkrete Anliegen. Das öffnet das Gespräch, statt es zu eskalieren.