README: BBR auf dem sendenden Rechner

Ohne die Einstellung ruckelt der Stream, und die Ursache ist von außen nicht
zu erkennen: Es sieht nach zu wenig Bandbreite aus, ist aber der
Stau-Algorithmus, der auf den vollen Modempuffer hereinfällt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013XVnRop5c3or3B8xE2hpgZ
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2026-08-31 20:47:59 +02:00
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commit b356a16529

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@@ -146,6 +146,30 @@ Bitrate und Auflösung stehen in
`~/.config/obs-studio/basic/profiles/filmabend/basic.ini` und werden nur
beim ersten Mal geschrieben. Das Sendeziel aktualisiert das Skript jedes Mal.
### Der sendende Rechner braucht BBR
Einmalige Einstellung, ohne die der Stream ruckelt:
```bash
printf 'tcp_bbr\n' | sudo tee /etc/modules-load.d/bbr.conf
printf 'net.core.default_qdisc=fq\nnet.ipv4.tcp_congestion_control=bbr\n' \
| sudo tee /etc/sysctl.d/99-bbr.conf
sudo sysctl --system
```
Warum: Kabelanschlüsse puffern den Upload großzügig. Unter Last stieg die
Latenz hier von 26 auf 181 ms, ohne einen einzigen Paketverlust. Der
Standard-Algorithmus `cubic` liest den Latenzanstieg als Stau und drosselt.
Eine einzelne Verbindung kam so auf 4,5 statt 25 Mbit/s — und RTMP nutzt
genau eine. OBS warf daraufhin 45 % der Bilder weg.
BBR misst stattdessen den tatsächlichen Durchsatz und lässt sich davon nicht
täuschen. Danach: 0 % verworfen. `fq` gehört dazu, BBR braucht diese
Warteschlange für seine Sendetaktung.
Prüfen mit `sysctl -n net.ipv4.tcp_congestion_control` — es muss `bbr`
antworten.
Von Hand geht es auch:
| Feld | Wert |